Das Val d'Orcia (Orciatal) ist ein weites Tal in der südlichen Toskana, das sich zwischen Siena und dem Monte Amiata in der Provinz Grosseto erstreckt, und im Osten an die Nachbarregion Umbrien grenzt. Seinen Namen verdankt das Tal dem gleichnamigen Fluss, dem Orcia, der sich anmutig durch die hügelige, von Weinreben und Zypressen geprägte Landschaft zieht. Mittelalterliche Dörfer wie Pienza und Montalcino versprühen den typischen Charme der Toskana, und auch kulinarisch hat das Tal einiges zu bieten. Neben dem edlen Brunello di Montalcino und den Weinen mit der neuen Ursprungsbezeichnung Orcia DOC, genießt man hier traditionelle Pici mit Wurst und Steinpilzen oder verkostet den berühmten Pecorino di Pienza.
Gemeinden
Das Val d’Orcia umfasst insgesamt 5 Gemeinden der Provinz Siena, die gemeinsam ein kunst- und kulturreiches Naturschutzgebiet bilden: Castiglione d'Orcia, Montalcino, Pienza, Radicofani und San Quirico d'Orcia. Zu den 5 Gemeinden zählen außerdem bedeutende Fraktionen wie Contignano, Monticchiello, Bagno Vignoni, Rocca d'Orcia, Campiglia d'Orcia, Bagni San Filippo und Vivo d'Orcia. Das Tal umfasst auch einige Ortschaften der Provinz Grosseto wie Montenero d'Orcia und Montegiovi der Gemeinde Castel del Piano. Auf die weitläufige Hügellandschaft verteilen sich zahlreiche Agriturismi, verträumte Landhäuser und mittelalterliche Burgen mit eindrucksvollen Türmen.
Weltkulturerbe
Weite Teile des Val d’Orcia sind ein Naturschutzgebiet, das am 2. Juli 2004 als Unesco-Weltkulturerbe ausgewiesen wurde. Das intakte Landschaftsbild, das mit seiner Schönheit zahlreiche Künstler der Renaissance inspirierte, erwies sich dabei als ausschlaggebendes Kriterium, mit dem die Aufnahme in die Welterbe-Liste begründet wurde:
Begründung (iv): „Das Val d‘Orcia ist ein herausragendes Beispiel aus der Renaissance-Zeit, das die Ideale einer ästhetischen Landschaft in höchstem Maße wiederspiegelt.”
Begründung (vi): „Die Landschaft des Val d’Orcia wurde von den Malern der sienesischen Schule zur Blütezeit der Renaissance hoch gefeiert. Die Landschaftsgemälde, die das Leben der Menschen im Einklang mit der Natur zeigen, sind Symbolträger für die geistigen Ideale der Renaissance und haben die landschaftliche Entwicklung der Gegend tiefgreifend und nachhaltig beeinflusst.










